„Unter dem Begriff „gender dysphoria“ fasst man verschiedene klinische Erscheinungsbilder zusammen, die eine Problematik der geschlechtlichen Identität signalisieren. Diese sind vielgestaltig und von verschiedener Intensität und reichen von einem milden Unbehagen an Geschlechtsrollen-Stereotypien bis hin zu transsexuellen Verläufen, in denen ein „Geschlechtswandel“ im Sinne einer körperlichen Umgestaltung angestrebt wird. Außerdem sind sie oftmals als komorbide Erscheinungen innerhalb des Spektrums psychischer Erkrankungen zu verstehen. Allerdings ist die pathologisierende Bezeichnung und der ärztlich-therapeutische Umgang nur ein Zugang neben anderen zu einem Phänomen, das auch auf der gesellschaftlichen Ebene vielgestaltig ist und dem viele Bedeutungen zukommen. …“
Alfred Springer Medizinische Universität Wien